Sonntag, 2. Dezember 2018

Neue Aufgaben und Projekte, Inaktivität dieses Blogs

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aufgrund neuer Aufgaben und Projekte, werde ich diesen Blog vorerst inaktiv schalten.

Die Intensivierung meines ehrenamtlichen Engagements in den Bereichen Tierschutz, e-Sports und Tabletops wird zukünftig einiges an zusätzlicher Arbeit und Zeit von mir abverlangen. Die Leitung des Caelesti Tabletop-Clubs ist deutlich zeitintensiver als erwartet, vor allem, weil wir mehr Erfolg mit unserem Konzept haben als wir veranschlagt hatten. Das ist ein tolles Ergebnis. Darüber hinaus werde ich im eSports Nord e.V. zukünftig weitere Aufgaben wahrnehmen, die viel Zeit erfordern.

Auch an Projekten steht einiges an. Neben den geplanten Veröffentlichungen zum e-Sports als Co-Autor vor allem auch einige Projekte, in denen ich als Ghostwriter fungiere. Bei Letzeren ist vor allem auch die Recherche sehr umfangreich, da ich beispielsweise diverse Werke von Dostojewski und Gontscharow intensiv lesen muss, die ich in Teilen zwar schon kenne, aber eben nicht in- und auswendig. Auch zeichnen sich bereits weitere Projektideen ab.

Ich bin nach wie vor sehr froh über den Erfolg von Bildschirm-Athleten, das weiterhin sehr gut angenommen wird und eine erfreulich große Leserschaft erreicht. Daher bin ich über die in diesem Blog hinterlegte E-Mail Adresse selbstverständlich weiterhin für alle Fragen und Anregungen erreichbar. Ich bin davon überzeugt, dass Bildschirm-Athleten langfristig als Standardwerk im deutschsprachigen e-Sports nützlich sein wird.

Vielen Dank für alles.

Beste Grüße,
Timo Schöber

Etwas Erstaunliches zum Buch

Ich habe die jüngsten Zahlen zum Buch vom Verlag erhalten und möchte euch/Ihnen diese nicht vorenthalten.

Der Absatz des Buches verteilt sich demnach wie folgt:

79,39% (Print, innerhalb der EU)
1,53% (Print, außerhalb der EU)
19,08% E-Books

Daraus ergeben sich für mich zwei erstaunliche Erkenntnisse:

Zum einen werden circa viermal so viele Printbücher wie E-Books verkauft, obwohl die Printausgabe primär wegen der Druckkosten deutlich teurer ist (viele Farbseiten). Zum anderen ist aber noch viel interessanter, dass das Buch auch im Nicht-EU-Ausland gekauft wird, obwohl die Menschen dort in der Regel kein Deutsch sprechen. Das ist für mich ein großer Erfolg über den ich mich sehr freue. Das vorliegende Angebot eines klassischen Verlags für eine Übersetzung in englischer Sprache werde ich aber dennoch nicht annehmen, da ich Sorge habe, dass das Buch durch den Übersetzer sowie die Lektoren zu stark verändert wird und ich vermutlich außerdem das Copyright abgeben müsste.

Vielen Dank nochmals an alle Leserinnen und Leser!

Freitag, 30. November 2018

Veraltetes Denken von Teilen der Politik

„Mir ist noch nicht klar, wie Bewegen aus Daumen und Zeigefinger Sport sein soll, auch wenn sich auf dem Bildschirm was bewegt. Wenn uns die Frage der Bewegung beschäftigt, dann passt das nicht. […] E-Sport hat mit Sport nichts zu tun. Wir müssen diesen Begriff ausradieren. [...]“
Peter Beuth (CDU)

Weiter sagt er: „E-Sportler sind keine Sportler, da bleibe ich konservativ. Und diese Gemeinschaft im E-Sport ist ja nicht das, was Millionen von Kinder machen. Sondern die sitzen alleine vor der Konsole und haben vielleicht einen Spielpartner, der sonstwo auf diesem Planeten sitzt. [...]“

Inhaltlich und auch definitionsgemäß äußert sich Herr Beuth hier an vielen Stellen fehlerhaft. Erstens ist seine Prämisse falsch, dass Sport sich ausschließlich durch Bewegung definieren würde. Denn Sport ist viel mehr als das: Fairplay, soziale und gesellschaftliche Strukturen und Aspekte, Kommunikation, Anstrengung, Regeln, ein Hobby, eine Fankultur und vor allem ein gewisser Grad an Wettkampf. All diese Aspekte erfüllt der e-Sports. Im Übrigen erkennt man die fehlerhafte Grundannahme von Herrn Beuth auch daran, dass Schach als Sport anerkannt ist. Darts ist Sport, Angeln ist Sport, Sportschießen ist Sport. Das sind jetzt alles keine Sportarten, bei denen man einen Marathon läuft. Trotzdem sind sie anstrengend und erfordern ein hohes Maß an bestimmten Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Zweitens wäre e-Sports ebenfalls als Sport zu definieren, wenn die Bewegung der einzig maßgebliche Aspekt wäre. Gute Spieler führen bis zu 400 Aktionen pro Minute aus und das asynchron, also mit unterschiedlichen Bewegungen der Arme und Hände. Hirnregionen werden gezielt stimuliert und gefördert, ebenso ist eine gute Hand-Augen-Koordination gefragt. Die Sporthochschule Köln etwa sieht in wissenschaftlichen Studien den e-Sports deutlich als Sport.

Drittens begründet Herr Beuth seine grundsätzliche Haltung damit, dass er „konservativ“ sei. Konservativismus definiert sich dadurch, dass man an etwas Bewährtem festhält, bis sich etwas Besseres findet. Ich selbst bin ein sehr konservativer Mensch. Das, was Herr Beuth meint ist nicht „konservativ“ zu sein, sondern eher „reaktionär“. Die Zeit einer überholten Sportdefinition ist allerdings vorbei.

Viertens widerspricht er sich. Er sagt, dass „Millionen Kinder“ alleine vor der Konsole sitzen würden, aber einen Spielpartner hätten, der irgendwo anders sitzt. Dann sind sie aber nicht mehr alleine, sondern sie spielen gemeinsam oder gegeneinander. Auch hier verharrt Herr Beuth in veralteten Denkmustern. Gemeinschaft definiert sich nicht vordergründig durch ein Beisammensein im „Reallife“, sondern durch die generelle Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Fünftens bildet die „Gemeinschaft im E-Sport“ sehr wohl auch Breitensportler ab. Es geht nicht nur um die professionellen und semi-professionellen Spieler, sondern auch um jene, die wettbewerbsorientiert ihrer Leidenschaft „Gaming“ nachgehen ohne damit Geld und Güter zu verdienen: Von der ESL im Amateurbereich, über im Spiel integrierte Ligasysteme bis hin zu frei zugänglichen LAN-Events.

Als Randbemerkung sei erwähnt, dass ich den Begriff „ausradieren“, den Herr Beuth im Hinblick auf den e-Sports verwendet, extrem unpassend finde, wenn man über die Leidenschaft von Millionen von Menschen spricht. Das ist eine Art der sprachlichen Entgleisung, die wir eigentlich seit 70 Jahren überwunden haben sollten.

Abschließend bleibt für mich persönlich festzustellen, dass ich mich vor rund neun Monaten nicht grundlos aus der Politik zurückgezogen und die CDU verlassen habe.

Wenn Sie, Herr Beuth, einmal ergebnisoffen über das Thema e-Sports sprechen möchten, dann dürfen Sie mich gerne kontaktieren.

Mittwoch, 28. November 2018

HomeStory Cup – e-Sports is coming home

Es gibt in Starcraft 2 in Deutschland kein Event, dass so dick im Kalender von Fans markiert ist wie der HomeStory Cup. Die jüngste Ausgabe fand in der vergangenen Woche statt. Wenig überraschend konnte sich der zurzeit beste Spieler der Welt, namentlich Joona „Serral“ Sotala, durchsetzen und dabei drei Südkoreaner auf die Plätze zwei bis vier verweisen.

Der HomeStory Cup ist aber kein Turnier wie jedes andere. Er fand erstmals im September 2010 statt, damals noch in einem relativ überschaubaren Rahmen in der Wohnung von Dennis „TaKe“ Gehlen. Über die Jahre wurde das Turnier immer größer, eine großzügige Wohnung inklusive professionellem Übertragungsstudio folgte und das Teilnehmerfeld ist mittlerweile sehr elitär. Den ursprünglichen Flair als „Turnier von nebenan“ konnte der HomeStory Cup aber stets beibehalten.

Besonders erwähnenswert ist diese Turnierserie, weil sie sich trotz des strauchelnden klassischen RTS-Genres nach wie vor halten kann – und das obwohl man etwa bei der 15. Ausgabe vor rund eineinhalb Jahren keinen Hauptsponsor für das Event finden konnte. Schade ist allerdings, dass bisher nie ein Deutscher das Turnier gewinnen konnte. Die besten Platzierungen waren dreimal der dritte Rang durch die Spieler XlorD, TLO und Lambo. 11 der bisher 18 Turniersiege gingen an Spieler aus Südkorea.

Ich freue mich bereits auf die 19. Ausgabe.

Mittwoch, 21. November 2018

Zwischenfazit: e-Sports und Anerkennung – Schleswig-Holstein wird konkret

"Sport lässt sich nicht nur durch Kraft und Ausdauer definieren. Die Hand-Augen-Koordination von E-Sportlern ist beispielsweise besser als die von Tischtennis-Spielern."
Kai Dolgner (SPD)

"E-Sport erfordert besondere kognitive Fähigkeiten, Reaktionsschnelligkeit, Teamgeist – das alles ist deckungsgleich mit Basketball, wo ich den Trainerschein gemacht habe. Ich sehe hier mehr die Chancen als die Risiken."
Jörg Hansen (FDP)

"Sport ist mehr als nur Bewegung. Dass E-Sport mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat, mag auch an der geringen Technologieakzeptanz in der Republik liegen und an der negativen Wahrnehmung von Computerspielen."
Lars Harms (SSW)

Die politischen Stimmen zum e-Sports werden heller. Der Antrag „eSport auch in Schleswig-Holstein fördern“ der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, FDP und den Abgeordneten des SSW (Drucksache 19/896) nimmt die ersten Hürden.

Ich bin stolz und froh, dass Schleswig-Holstein das erste Bundesland ist, dass den e-Sports in einer derartigen Form von politischer Seite aus ernsthaft untersucht. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Montag, 19. November 2018

Die Logitech MX518

Ich habe in meiner Zeit als Gamer viele PC-Mäuse getestet und bespielt. Keine hat mich so sehr überzeugt wie die kabelgebundene MX518 von Logitech. Ich habe mir damals extra mehrere der Mäuse gekauft, um langfristig vorgesorgt zu haben. Inzwischen bin ich aber auf die G402 gewechselt.

Nun hat Logitech aber gute Neuigkeiten für die Spielergemeinschaft: Die MX518 wird im nächsten Jahr neu aufgelegt. Die beste Maus ihrer Zeit – und vielleicht sogar der Geschichte – kommt zurück, rund 13 Jahre nach ihrem ersten Erscheinungsdatum.

Ich kann allen Gamern nur raten sich die Maus zu kaufen. In Sachen Qualität, Präzision und Haltbarkeit für mich nach wie vor die Referenz. Vermutlich gehe auch ich zurück zur MX518.

Sonntag, 18. November 2018

eSports Nord e.V. - CS:GO Main-Team gesucht

Counter-Strike: Global Offensive Spieler aus dem Norden aufgepasst und hergehört!

Du bist CS:GO-Spieler mit Begeisterung und Leidenschaft? Du wohnst in Schleswig-Holstein, dem wunderschönen Land zwischen den Meeren? Du suchst eine neue Herausforderung und möchtest dein Spiel auf das nächste Level bringen?
Dann sind wir genau die Richtigen für dich!

Wir möchten unsere eigene CS:GO-Abteilung verstärken und ausbauen. Hierfür planen wir die Gründung eines CS:GO Main-Teams, das uns nicht nur auf LAN-Partys und Wettbewerben vertritt, sondern auch in professionelle Strukturen eingebunden wird.

Aber wie wirst du ein Teil davon? Ganz einfach: Es steht in Kürze ein CS:GO-Event an. Dieses Event wird von uns geplant und durchgeführt. Hierbei können sich alle CS:GO-Spieler aus Schleswig-Holstein eintragen, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Ablauf

Im Rahmen des Events werden Mixed-Teams aus allen Bewerbern gebildet. Diese Mixed-Teams treten auf unterschiedlichen Karten gegeneinander an. Dabei werden die Teams auch regelmäßig durchgemischt, damit wir uns einen ganzheitlichen Eindruck von eurem Spiel machen können. Denn nicht nur das Aiming zählt, sondern alle Spiele werden von erfahrenen CS:GO-Spielern und Analysten beurteilt und kritisch geprüft. Es geht dabei unter anderem um Aspekte wie die Teamfähigkeit, taktisches Verständnis, die Kommunikation und den Willen.

Am Ende werden wir uns anhand der Ergebnisse für ein Main-Team entscheiden, das wir aus den besten fünf Spielern zusammenstellen werden.

Die Voraussetzungen auf einen Blick

Mindestalter von 16 Jahren
Wohnhaft in Schleswig-Holstein
Bereitschaft regelmäßig zu trainieren und Zeit ins Team zu stecken
Reisebereitschaft innerhalb Deutschlands, um etwa an Turnieren und LAN-Partys teilzunehmen und unseren Verein dort zu vertreten

Interesse geweckt?

Wann geht es los? - Sonntag, den 02.12.2018 um 12:00 Uhr
Wo muss ich hin? - Teamspeak: 79.133.47.2:6221
Um eine Voranmeldung bis zum 30.11.2018 wird gebeten, damit wir das Event entsprechend besser planen können. Ihr könnt mir gerne eine E-Mail schreiben, ich leite das dann weiter. Vielen Dank.

Anmerkung: Mit allen Bezeichnungen sind sowohl die männliche als auch die weibliche Form gemeint. Weibliche Spieler sind also ebenso herzlich eingeladen.