Mittwoch, 21. November 2018

Zwischenfazit: e-Sports und Anerkennung – Schleswig-Holstein wird konkret

"Sport lässt sich nicht nur durch Kraft und Ausdauer definieren. Die Hand-Augen-Koordination von E-Sportlern ist beispielsweise besser als die von Tischtennis-Spielern."
Kai Dolgner (SPD)

"E-Sport erfordert besondere kognitive Fähigkeiten, Reaktionsschnelligkeit, Teamgeist – das alles ist deckungsgleich mit Basketball, wo ich den Trainerschein gemacht habe. Ich sehe hier mehr die Chancen als die Risiken."
Jörg Hansen (FDP)

"Sport ist mehr als nur Bewegung. Dass E-Sport mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat, mag auch an der geringen Technologieakzeptanz in der Republik liegen und an der negativen Wahrnehmung von Computerspielen."
Lars Harms (SSW)

Die politischen Stimmen zum e-Sports werden heller. Der Antrag „eSport auch in Schleswig-Holstein fördern“ der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, FDP und den Abgeordneten des SSW (Drucksache 19/896) nimmt die ersten Hürden.

Ich bin stolz und froh, dass Schleswig-Holstein das erste Bundesland ist, dass den e-Sports in einer derartigen Form von politischer Seite aus ernsthaft untersucht. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Montag, 19. November 2018

Die Logitech MX518

Ich habe in meiner Zeit als Gamer viele PC-Mäuse getestet und bespielt. Keine hat mich so sehr überzeugt wie die kabelgebundene MX518 von Logitech. Ich habe mir damals extra mehrere der Mäuse gekauft, um langfristig vorgesorgt zu haben. Inzwischen bin ich aber auf die G402 gewechselt.

Nun hat Logitech aber gute Neuigkeiten für die Spielergemeinschaft: Die MX518 wird im nächsten Jahr neu aufgelegt. Die beste Maus ihrer Zeit – und vielleicht sogar der Geschichte – kommt zurück, rund 13 Jahre nach ihrem ersten Erscheinungsdatum.

Ich kann allen Gamern nur raten sich die Maus zu kaufen. In Sachen Qualität, Präzision und Haltbarkeit für mich nach wie vor die Referenz. Vermutlich gehe auch ich zurück zur MX518.

Sonntag, 18. November 2018

eSports Nord e.V. - CS:GO Main-Team gesucht

Counter-Strike: Global Offensive Spieler aus dem Norden aufgepasst und hergehört!

Du bist CS:GO-Spieler mit Begeisterung und Leidenschaft? Du wohnst in Schleswig-Holstein, dem wunderschönen Land zwischen den Meeren? Du suchst eine neue Herausforderung und möchtest dein Spiel auf das nächste Level bringen?
Dann sind wir genau die Richtigen für dich!

Wir möchten unsere eigene CS:GO-Abteilung verstärken und ausbauen. Hierfür planen wir die Gründung eines CS:GO Main-Teams, das uns nicht nur auf LAN-Partys und Wettbewerben vertritt, sondern auch in professionelle Strukturen eingebunden wird.

Aber wie wirst du ein Teil davon? Ganz einfach: Es steht in Kürze ein CS:GO-Event an. Dieses Event wird von uns geplant und durchgeführt. Hierbei können sich alle CS:GO-Spieler aus Schleswig-Holstein eintragen, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Ablauf

Im Rahmen des Events werden Mixed-Teams aus allen Bewerbern gebildet. Diese Mixed-Teams treten auf unterschiedlichen Karten gegeneinander an. Dabei werden die Teams auch regelmäßig durchgemischt, damit wir uns einen ganzheitlichen Eindruck von eurem Spiel machen können. Denn nicht nur das Aiming zählt, sondern alle Spiele werden von erfahrenen CS:GO-Spielern und Analysten beurteilt und kritisch geprüft. Es geht dabei unter anderem um Aspekte wie die Teamfähigkeit, taktisches Verständnis, die Kommunikation und den Willen.

Am Ende werden wir uns anhand der Ergebnisse für ein Main-Team entscheiden, das wir aus den besten fünf Spielern zusammenstellen werden.

Die Voraussetzungen auf einen Blick

Mindestalter von 16 Jahren
Wohnhaft in Schleswig-Holstein
Bereitschaft regelmäßig zu trainieren und Zeit ins Team zu stecken
Reisebereitschaft innerhalb Deutschlands, um etwa an Turnieren und LAN-Partys teilzunehmen und unseren Verein dort zu vertreten

Interesse geweckt?

Wann geht es los? - Sonntag, den 02.12.2018 um 12:00 Uhr
Wo muss ich hin? - Teamspeak: 79.133.47.2:6221
Um eine Voranmeldung bis zum 30.11.2018 wird gebeten, damit wir das Event entsprechend besser planen können. Ihr könnt mir gerne eine E-Mail schreiben, ich leite das dann weiter. Vielen Dank.

Anmerkung: Mit allen Bezeichnungen sind sowohl die männliche als auch die weibliche Form gemeint. Weibliche Spieler sind also ebenso herzlich eingeladen.

Etwas Persönliches – Ein Abschluss

Seit einigen Jahren spiele ich Videospiele inzwischen komplett ohne eine weitreichende Wettbewerbsorientierung. Ein gewisser Ehrgeiz war auch noch lange nach der Aufgabe des umfangreichen wettbewerbsorientierten Spielens vorhanden, ist nun aber gesättigt. Meine Spieleaccounts (Battle.net, Steam, etc.) aus meiner „richtig“ aktiven Zeit habe ich kurz nach meinem Wechsel vom aktiven, semiprofessionellen e-Sportler zum reinen Engagierten, ehrgeizigen Breitensportler und Funktionär eingefroren und seitdem nicht mehr angefasst – wahrscheinlich aus Gründen der Nostalgie, um die damalige tolle Zeit digital festzuhalten.

Nun habe ich vor Kurzem die erfolgreichen Accounts davon, als auch weitere erfolgreiche Accounts aus meiner Zeit „danach“, an gute Freunde und ein paar alte Fans verschenkt – sie sind also in guten Händen. Es ist für mich persönlich der endgültige Abschied von meiner Zeit als aktiver e-Sportler sowie als „ehrgeiziger“ Spieler. Die Arbeit als Autor im Bereich e-Sports, als auch mein Engagement im eSports Nord e.V. machen mir sehr viel Freude und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre in diesen Funktionen tätig sein kann. Vielleicht werde ich auch wieder meine Forschungsarbeit zum Thema e-Sports intensivieren. Ferner bleibe ich dem e-Sports natürlich weiterhin als Fan erhalten, vor allem hinsichtlich der Spiele Warcraft 3 (Reforged), Starcraft 2, SMITE, Overwatch und Counter-Strike:GO.

Rein spielerisch werde ich spätestens ab sofort aber dabei bleiben nur noch aus reinem Hobby und aus Spaß zu spielen. Dabei ist es auch schön, dass man nicht mehr „gut sein will“. Außerdem ist keine Fokussierung auf einen oder maximal wenige Titel mehr notwendig. Ich kann nun alles durch die Bank spielen, weil ich kein Training und keine Wettbewerbe mehr absolvieren und keine Erfolge mehr erzielen möchte. Aktuell befinden sich auf meinem Gaming-PC ganze 22 Spiele aus 9 unterschiedlichen Genres, zwischen denen ich je nach Lust und Laune hin und her wechsle. Ich habe jetzt auch keine Accounts mit großen Titeln und Erfolgen mehr, sondern nur noch reine Spaßaccounts, wodurch ich keine hohen Erwartungen bei meinen Mitspielern mehr wecke.

Meine Zeit als semiprofessioneller e-Sportler und später ehrgeiziger Breitensportler war schön. Sie war erfolgreich, aufregend und hat mir viele tolle Erfahrungen und neue Freunde beschert. Daher verabschiede ich mich von dieser Zeit mit zwei lachenden Augen und freue mich auf die Zukunft.

Freitag, 16. November 2018

Dänisch/deutsche Zeitung - Flensborg Avis

Vor ein paar Wochen hat mich die Flensborg Avis zum Thema e-Sports befragt.

Thema des Artikels ist, dass e-Sports um Anerkennung ringt und Schleswig-Holstein dabei ist, einige Schritte nach vorne zu machen. Unter anderem ist auch mein Buch vorgestellt worden.

Zu finden ist der Artikel in der heutigen Ausgabe (überwiegend in dänischer Sprache): "E-sport kæmper for anerkendelse", Rasmus Meyer, Flensborg Avis, 16. November 2018, Seite 5.

Vielen Dank an Rasmus für den Artikel sowie das nette Gespräch.

Samstag, 10. November 2018

e-Sports im Bundestag

Erstmals in der Geschichte des deutschen Parlaments ist offiziell über den e-Sports beraten worden. Auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wurde über die Entwicklung des e-Sports' in Deutschland debattiert.

Dabei wurde unter anderem gefordert, dass die ehrenamtliche Tätigkeit von E-Sportlern in Vereinen mehr Anerkennung finden soll, sowie den e-Sport und den klassischen Sport im Sinne der Gemeinnützigkeit gleichzustellen. Darüber hinaus stand auch der professionelle e-Sports im Fokus. So soll es zukünftig Erleichterungen für Visa von E-Sportlern geben, die nach Deutschland zur Teilnahme an Wettbewerben einreisen wollen. Deutschland richtet regelmäßig international bedeutsame Turniere aus, in 2018 etwa die ESL One (Dota 2) in Hamburg oder die ESL One (Counter-Strike:GO) in Köln.

In dem Antrag heißt es unter anderem (Auszug):

„eSport ist ein weltweites Phänomen, das Millionen junger und zunehmend auch älterer Menschen begeistert, sowohl als Spielerinnen und Spieler, als auch als Zuschauerinnen und Zuschauer bei Turnieren vor Ort, via Streaming im Internet oder im Fernsehen. Unter eSport wird das kompetitive Spielen von Videospielen am Computer, der Konsole oder anderen Geräten subsummiert. Es findet ausschließlich unter menschlichen Opponentinnen und Opponenten statt, die sich auf der Basis allgemeiner sportlicher Umgangsformen im Wettkampf begegnen.

Auch in Deutschland wächst die Bedeutung des eSports stetig. Laut Branchenverband game schauen in Deutschland mehr als 3 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat eSport-Matches oder sind selbst im eSport in einer AmateurLiga aktiv. Die größten eSport-Turniere werden von zehntausenden Zuschauerinnen und Zuschauern besucht. Derzeit erleben wir eine Professionalisierung des eSports und seiner Strukturen. [...]“
Deutscher Bundestag, 19. Wahlperiode, Drucksache 19/5545, 07.11.2018

Ich persönlich gehe davon aus, dass die folgende Ausschussarbeit zu einem positiven Ergebnis führen wird.

Freitag, 9. November 2018

E-Sports oder DFB? McDonald's Deutschland und das Sponsoring

15 Jahre bestand eine umfassende Kooperation zwischen McDonald's Deutschland und dem Deutschen Fußballbund (DFB). Eine Kooperation, die nun ihr Ende findet.

Dass der DFB den e-Sports immer noch eher skeptisch sieht, ist nichts Neues. Dass sich nun aber große Nicht-IT-Unternehmen in Deutschland eher für den e-Sports entscheiden schon. So wird McDonald's Deutschland künftig vermehrt in den e-Sports investieren und die Kooperation mit dem DFB aufkündigen. Das macht vor allem eines deutlich: Das Unternehmen erkennt nicht nur den Wachstumsmarkt e-Sports, sondern es anerkennt diesen auch als prägende und wichtige Sport- und Jugendkultur.

"Die Entscheidung für das eine ist nicht zwangsweise die Entscheidung gegen das andere, sondern spiegelt die generelle Markenstrategie wider, näher an die Lebenswelt der Teens und Twens anzuschließen"
Philipp Wachholz, Unternehmenssprecher von McDonald's Deutschland

Es bleibt zu hoffen, dass der DFB und ebenfalls der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Zeichen der Zeit bald erkennen werden. Ein Miteinander ist immer besser als ein Gegeneinander.

P.S.: Ich sehe McDonald's als Unternehmen durchaus kritisch, sowohl dessen Produkte, als auch den nicht-ideellen "Unwert" des Unternehmens für den Sport. Es ging mir bei dieser Neuigkeit auch nicht um McDonald's, sondern vielmehr darum, dass ein IT-branchenfremdes Großunternehmen, ein Global Player, wie McDonald's sich so entscheidet wie es sich entschieden hat.