Dienstag, 26. Juni 2018

Was spiele ich?

Viele Leserinnen und Leser sind daran interessiert, was ich eigentlich momentan so spiele.

Auf einem professionellen Level spiele ich seit vielen Jahren nicht mehr. Hier war ich vor allem im RTS-Bereich aktiv, teilweise auch bei MMORPGs. Hobbymäßig habe ich aber auch damals eine Vielzahl von anderen Spielen gespielt, etwa die Betas von Counter-Strike, später auch 1.0 bis 1.6 sowie Source. Auf LANs wurde in der Region oft Unreal Tournament gespielt, besonders Capture the flag auf Face. Auch hat man gemeinsam in Diablo 2 gelevelt oder aus Spaß weniger hektische RTS-Spiele gezockt, als auf professionellem Level, wie zum Beispiel Cossacks oder die Age of Empires-Reihe. Was wir auch viel gespielt haben war Battlefield 1942. Aber auch Konsolen waren beliebt, auch schon in der Kindheit, ich denke hier beispielsweise an Fußball auf dem NES, F-Zero auf dem SNES oder Tekken auf der Playstation. Wobei ich sagen muss, dass ich als Kind und auch als Jugendlicher immer sehr viel draußen gewesen bin, vor allem zum Tennis- und Fußballspielen oder am Strand.

Das waren "die guten alten Zeiten" (wenn ich so schreibe, merke ich erst, wie alt ich bin).

Momentan freue ich mich auf das neue Addons von World of Warcraft. Ansonsten spiele ich vor allem SMITE, Overwatch und ab und an Diablo 3. In SMITE habe ich mal ein Bild meiner letzten Spiele aufgenommen, um zu zeigen, dass ich das Spielen noch nicht ganz verlernt habe, obwohl meine Reflexe mit Sicherheit nicht mehr die sind, die sie früher gewesen sind.


Ich hoffe, dass Ihnen und Euch das als kleiner Überblick meiner Spielhistorie genügt. Für Fragen und Anregungen stehe ich selbstredend gerne zur Verfügung.

Samstag, 16. Juni 2018

Bestseller-Status

Das Buch hat den Bestseller-Status erreicht. Hiermit vielen Dank an alle Leserinnen und Leser.


Freitag, 15. Juni 2018

Battle Royale und e-Sports

Ist das Battle Royale-Genre e-Sports oder nicht? Spätestens seit dem Erscheinen von PlayerUnknown's Battlegrounds diskutiert die e-Sports Szene diese Frage.

Während man sich in der Community noch uneins ist, setzt der Publisher Epic mit seinem Spiel Fortnite ein Ausrufezeichen: Bei der erste Fortnite Weltmeisterschaft wird um einen Preisgeldpool von 100.000.000 US$ gespielt. Dagegen wirkt selbst das The International in Dota 2 winzig.

Dazu muss man aber sagen, dass sich der Preisgeldpool im Gegensatz zu Turnieren wie The International nicht auf ein einziges Finale fokussiert, sondern auf unterschiedlichen Events und in verschiedenen Wettbewerben ausgeschüttet wird.

Die monetäre Frage dürfte damit geklärt sein. Fraglich bleibt für viele aber weiterhin, ob Battle Royale aufgrund seiner Spielweise und Eigenheiten echter e-Sports ist oder nicht.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Offener Brief an Reinhard Grindel

Sehr geehrter Herr Grindel,

Sie haben sich jüngst in Ihrer Funktion als DFB-Präsident - wieder einmal - zum Thema e-Sports geäußert. Dabei haben Sie diesen unter anderem als "absolute Verarmung" bezeichnet.

Wie auch immer Sie dies konkret gemeint haben mögen ist für mich sekundär. Diese Darstellung des e-Sports im Speziellen und des Gamings im Allgemeinen ist im jeden Fall herabsetzend, entwürdigend und beleidigend für Millionen Spielerinnen und Spieler in Deutschland - und sie ist inhaltlich falsch.

Der e-Sports begeistert Menschen auf der ganzen Welt, durch alle Ethnien, Religionen, Staaten und Kulturen. Er findet sich von Japan bis in die USA, von Schweden bis nach Australien. Er schweißt die Menschen zusammen und überwindet Grenzen und geistige Barrieren.

Darüber hinaus ist er fordernd, vor allem auf Leistungssportniveau. Er setzt ein hohes Maß an Koordination sowie taktischem und strategischem Vermögen voraus, beansprucht diverse Hirnregionen sowie Muskelgruppen und fördert das Teamplay.

Ich kann das auch konkret an mir selbst festmachen: Ich habe klassischen Sport als Leistungssport betrieben. Ich war mehrfacher Vereinsmeister im Tennis sowie Mannschaftskapitän in meiner Altersklasse. Ferner habe ich Handball in der Jugendmannschaft eines Bundesligisten gespielt und wurde vom Vater eines EHF-Pokal-Siegers und deutschen Meisters trainiert. Daneben habe ich Fußball im Verein gespielt, aber nur aus Spaß. Ich kenne also den klassischen Sport und bin ihm bis heute verbunden.

Ich bin aber auch Gamer. Ich war e-Sportler auf hohem Niveau in unterschiedlichen Genres. Durch diese Zeit habe ich Menschen auf der ganzen Welt kennengelernt: Aus Südkorea, China, Japan, Indien, Kasachstan, den USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Chile, Südafrika und vielen europäischen Staaten. Das war mir im klassischen Sport in dieser Form nicht möglich, dort habe ich in den meisten Fällen mit und gegen Deutsche(n) gespielt. Durch meine aktive e-Sports-Zeit habe ich meine Sprachfähigkeiten geschärft und meine interkulturellen Fähigkeiten verbessert. Ich habe Freundschaften auf dem ganzen Globus geknüpft. Darüber hinaus konnte ich so mein strategisches Denken vertiefen, meine Hand-Augen-Koordination verbessern und meine Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Der klassische Sport ist immer ein Teil meines Lebens geblieben. Ich möchte ihn nicht missen. Aber der e-Sports ebenso - und dieser konnte mir viele Dinge geben, die der klassische Sport mir nie ermöglicht hätte.

Sehen Sie den e-Sports nicht als Gefahr für den Fußball oder andere Sportarten, sondern vielmehr als Chance. Wir sollten nicht gegeneinander arbeiten, sondern unsere Kräfte bündeln und Synergien nutzen. Lieber Herr Grindel, e-Sports ist Sport. Er schafft ein Wir-Gefühl, ist geistig und körperlich fordernd und macht die Welt zu einem Dorf. Sie können sich gegen den e-Sports stellen und versuchen eine Zukunft aufzuhalten, die längst begonnen hat. Oder Sie entschließen sich dazu konstruktiv mit dem e-Sports zusammen zu arbeiten. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Der e-Sports ist da und er wächst. Es wäre aber schön, wenn Sie ein Teil davon wären.

Mit freundlichen Grüßen,
Timo Schöber 

Dienstag, 5. Juni 2018

Das Matchmaking-Problem

Im Breitensport und im Casual-Bereich des e-Sports, vor allem hinsichtlich von MOBAs, besteht bei einigen Spielen schon seit Längerem ein Problem im Matchmaking. Exemplarisch kann man das besonders gut an SMITE festmachen.

Das, was einem sofort ins Auge springt ist die Tatsache, dass Premade- und Non-Premade-Spieler in die selben Warteschlangen geworfen werden. Premade-Gruppen haben dabei immense Vorteile: Sicherere und sinnvolle Rollen- und Helden/Gott-Verteilung vor dem Spiel, gezielte Absprache via Voice zumeist in der Muttersprache, mögliches Vorhandensein eines IGL (Ingame Leaders) und eines Targetcallers, umfassende Koordination innerhalb der Gruppe und so weiter. Dadurch werden Solo-Queuer und kleine Gruppen von kompletten Premade-Gruppen in aller Regel überrannt. Ich selbst habe viel mit Freunden gespielt (volle Gruppen) und wir hatten Siegquoten die jenseits der 95% lagen, mit meinem Hauptgott habe ich in einem Modus eine KD von über 7,5. Das macht uns keinen Spaß und den Gegnern sowieso nicht. Aber wir möchten halt auch gerne manchmal gemeinsam mit Freunden spielen. Eine Trennung von Premade-Gruppen und anderen Spielern wäre hier sinnvoll, selbst wenn sich dadurch die Wartezeiten erhöhen.

Ein weiteres Problem scheinen Schwierigkeiten bei der Zuordnung der Spieler hinsichtlich ihrer Spielstärke zu sein, sei es über eine Elozahl, ein Matchmaking Rating (MMR) oder vergleichbare Mechanismen. Als jemand, der im High MMR-Bereich gespielt hat, wundere ich mich manchmal, welche Gegner und auch Teammates einem zugeteilt werden. Manchmal spielt man mit Leuten (Solo-Queuer) in Casual-Spielen zusammen oder gegen sie, die keine Smurfs (Zweitaccounts) sind und dabei einen Account vorweisen, der keine 50 Spielstunden auf dem Buckel hat und über ein MMR von 1200 verfügt, während man selbst mit 3000 Spielstunden und einem MMR von 3500 unterwegs ist. Das merkt man dann auch im Spiel. Ich hatte schon Runden (z.B. Conquest), aus denen meine Teammates/Gegner (Solo-Queuer) teilweise mit 0 Kills bei 25 Toden aus dem Spiel gegangen sind während ich um die 50 Kills zu 0 Toden hatte. Dabei kann man den Neulingen keinen Vorwurf machen. Es ist nicht ihr Verschulden, dass sie in Lobbys kommen, in die sie eigentlich nicht gehören.

Das ist gerade und vor allem im unranked Bereich ein Problem, aber auch im Ranked ergeben sich manchmal sehr seltsame Lobbys. Da spielen dann Silber-Spieler gemeinsam mit Großmeistern im selben Spiel ohne dabei Premades zu sein. Das liegt vor allem daran, dass sich die Queue nach einer bestimmten Wartezeit öffnet und somit jeder gegen jeden spielen könnte. Ob und inwieweit das sinnvoll ist darf gerne hinterfragt werden. Mir macht es jedenfalls keinen Spaß gegen deutlich niedriger gerankte Spieler zu spielen. Als ich mit SMITE angefangen hatte, wäre ich auch frustriert gewesen, wenn ich gegen High-Ranked-Spieler hätte antreten müssen. Die Lernkurve ist vor allem dann besonders hoch, wenn man gegen Spieler antritt, die (leicht) besser sind als man selbst - wenn man aber überrannt wird, dann lernt man auch nicht viel.

Ich glaube, dass diese Matchmaking-Problematik langfristig sogar Spiele zerstören kann. Aktuell sieht man diese Entwicklung sehr deutlich bei SMITE, das einen Spielerschwund und eine zum großen Teil unzufriedene Community zu beklagen hat - obwohl es an sich ein gutes Spiel mit viel Potenzial ist.

Update (01.07.2018): Ein gutes Beispiel für das Problem ist eine Partie in SMITE, die ich heute gespielt habe:


Ich hatte dabei sechsmal so viele Kills und knapp zwölfmal weniger Tode als der Rest meines Teams zusammen. Das geht nur, wenn das Matchmaking nicht funktioniert.