Freitag, 26. Oktober 2018

Counter-Strike: Global Offensive - Der Radsport des e-Sports‘

Counter-Strike (CS) ist eine sehr alte, erfolgreiche und populäre Disziplin des e-Sports‘, die sich in Varianten seit knapp zwanzig Jahren unter den Toptiteln unseres Sports befindet. Seit jeher hat CS aber auch mit einer Plage zu kämpfen: Cheatern, also Spielern, die Schummel-Programme oder andere regelwidrige Dinge nutzen, um sich unfair zu bevorteilen.

Gerade Spieler, die bereits mehrfach durch seltsame Aktionen aufgefallen sind, hinterlassen bei einem ein bißchen den faden Beigeschmack, den man als Sportfan auch hat, wenn man zum Beispiel die Tour de France im Fernsehen schaut. Sind die Sportler sauber? Geht alles mit rechten Dingen zu? Ist vielleicht gar mein Lieblingsfahrer gedopt?

CS mit dem aktuellen Ableger Global Offensive ist also das, was im klassischen Sport oft mit Rennradsportlern assoziiert wird. Dabei ist die Zahl verdächtiger, aber nicht überführter Topspieler nicht eben klein: Robin "flusha" Rönnquist, Richard "shox" Papillon, Markus "Kjaerbye" Kjærbye, Kristian "k0nfig" Wienecke, Paweł "byali" Bieliński, Marcelo "coldzera" David oder Henrique "HEN1" Teles sind Namen, die immer wieder fallen, wenn öffentlich über potenzielle Cheater diskutiert wird – und die Liste ist noch bedeutend länger. Ob die Spieler cheaten oder nicht bleibt fraglich. Auch hier gilt die Unschuldsvermutung. Auffällige Spielszenen, die gehäuft auftreten, hinterlassen aber ein ungutes Gefühl beim objektiven Beobachter. Ähnlich wie wir es vom Radsport kennen.

Wie bereits im vorherigen Artikel dieses Blogs geschrieben bleibt zu hoffen, dass CS irgendwann eine saubere Disziplin sein wird. Zu wünschen wäre es ihr, ist CS doch ein taktisch und skill-technisch anspruchsvolles Spiel, das sehr gut als Zuschauermagnet geeignet ist.