Mittwoch, 24. Oktober 2018

Dämpfer für den indischen Markt

e-Sports wird auch in Indien immer populärer. Das ist auch vor allem deswegen interessant, weil Indien mit 1,34 Milliarden Einwohnern an Platz 2 der bevölkerungsreichsten Länder der Welt steht.

Nun hat diese noch relativ junge professionelle e-Sports Szene aber einen herben Rückschlag erlitten. Der CS:GO-Spieler Nikhil „forsaken“ Kumawat vom indischen Ableger von OptiC wurde beim Cheaten erwischt – während eines Wettbewerbs und vor laufenden Kameras.

Beim eXTREMESLAND-Event ging es immerhin um einen sechsstelligen Preisgeldpool. Forsaken hat Cheats genutzt, die er versucht hat als Word-Dateien zu verstecken. Durch seine auffällige Spielweise wurden die Judges auf ihn aufmerksam. Die Partie gegen das vietnamesische Team Revolution wurde unterbrochen, um seinen Rechner zu überprüfen. Hierbei fielen die Dateien auf, die forsaken noch hatte zu löschen versucht. Die Admins konnten die Dateien wiederherstellen und ihn so des Cheatens überführen.

Es folgte die Disqualifikation von OptiC India, die umgehend das CS:GO-Team entließen.

Leider sind solche unschönen Persönlichkeiten immer wieder dafür verantwortlich, dass bestimmte Regionen im Speziellen und e-Sports als Ganzes Rückschläge erfahren müssen. Besonders im CS:GO-Bereich sind ähnliche Berichte leider vergleichsweise häufig zu finden. Man denke etwa an die Fälle der Profi-Spieler Hovik „KQLY“ Tovmassian, Gordon „Sf“ Giry, Joel „emilio“ Mako, Anil „cLy“ Gülec, Nikolay „nkl“ Krustev oder den deutschen Spieler Simon „smn“ Beck.

Andere Disziplinen und Genres sind da bereits jetzt deutlich sauberer. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch für CS:GO irgendwann gelten wird.