Samstag, 27. Oktober 2018

e-Sports Leuchtturm Schleswig-Holstein?

USA, China, Südkorea, Indien, Singapur, Vietnam, Finnland, Italien, Frankreich, Russland, Südafrika und viele mehr - die Liste der Staaten, die e-Sports politisch anerkannt haben, ist lang. Deutschland hat diesen Schritt bisher noch nicht gemacht.

Bereits der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD aus diesem Jahr hatte vorgesehen, dass der e-Sports innerhalb der nächsten vier Jahre eine Anerkennung, mit einer Unterstützung für eine olympische Perspektive, erfahren soll. Seither scheint die große Koalition aber mehr mit sich selbst als mit Sacharbeit beschäftigt zu sein.

Daher ist der jüngste Vorstoß Schleswig-Holsteins besonders interessant. Hierzu finden aktuell Anhörungen und Stellungnahmen politischer Organisationen, Vereine, etc. unter folgendem Thema statt:
„Anerkennung der wachsenden Bedeutung von eSport, Zustimmung zu Gesprächen zwischen LRg und eSport-Bund Deutschland; Prüfung einer Förderung von eSport-Veranstaltungen, der Einrichtung von Angeboten an Schulen und der Gründung einer e-Sports-Akademie an der FH Westküste, wissenschaftliche Begleitung von eSport-Aktivitäten, Erarbeitung von Konzepten zum Einsatz und zur Förderung von eSport in der Jugendarbeit, Einsatz auf Bundesebene für eine Verankerung der Gemeinnützigkeit von eSport in der Abgabenordnung, Unterstützung des Dialogs zwischen eSport und traditionellem Sport, Ausbau bereits bestehender Strukturen, Einbindung in die Digitalisierungsstrategie des Landes“
Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein könnte somit zu einem Leuchtturm für den deutschen e-Sports werden und auf Basis einer Anerkennung des e-Sports Unternehmen, Clans, Events, Forschende und Spieler ins Bundesland holen. Darüber hinaus würde man die Grundlage für eine weitere Verzahnung von klassischem Sport und e-Sports schaffen.

Bisher sieht es so, als könnten sich alle im Landtag vertretenden Parteien eine Anerkennung vorstellen. Drücken wir die Daumen!